Altmesse-Bern
„Was gestern heilig war, ist es auch heute.“ (Benedikt XVI.)

Wie man würdig beichtet und kommuniziert


Das Sakrament der Versöhnung (Beichte)
Mehrere Bibelstellen bezeugen das Sakrament der Beichte und die Vollmacht der Kirche, Sünden zu vergeben. In Johannes 20,22–23 heisst es: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.“ – Hier überträgt Christus den Aposteln die Vollmacht, im Heiligen Geist Sünden zu vergeben.


In Matthäus 16,19 sagt Jesus zu Petrus: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ Und in Matthäus 18,18 wird diese Vollmacht allen Aposteln gegeben: „Was ihr auf Erden binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.“


Auch Jakobus 5,16 betont: „Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“ – Das Sündenbekenntnis hat also nebst der versöhnenden auch eine heilende Wirkung.


Paulus schreibt in 2. Korinther 5,18–20: „Gott hat uns den Dienst der Versöhnung gegeben. So bitten wir an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ – Die Kirche übt diesen Dienst der Versöhnung in Christi Auftrag aus.


Die Beichte dient also der Versöhnung mit Gott und der Kirche. Sie befreit von der Last der Sünde, schenkt inneren Frieden und erneuert die Gemeinschaft mit Gott.

 

Dies ist ein bewährter Beichtspiegel, der als praktische Vorbereitung auf das Sakrament der Beichte dient. Unter folgendem Link finden Sie das PDF zum Download

Das Sakrament der Eucharistie

Die Eucharistie ist die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi.
Im heiligen Messopfer handelt der Priester in persona Christi, das heisst: Christus selbst wirkt durch ihn und schenkt sich in der Eucharistie seiner Braut, der Kirche.

(KKK 1367, vgl. Konzil von Trient, DH 1743)

In der Eucharistie wird das Opfer Christi gegenwärtig, der sich am Kreuz für die Menschen hingegeben hat. Brot und Wein werden durch die Worte des Priesters und die Kraft des Heiligen Geistes wirklich zum Leib und Blut Christi verwandelt. Die Kirche lehrt, dass in der Eucharistie Brot und Wein in das wahre Fleisch und Blut Christi verwandelt werden. Diese Verwandlung wird Transsubstantiation genannt – das heisst: das Wesen von Brot und Wein wird verwandelt, während die äussere Gestalt (Aussehen, Geschmack, Form) bleibt.


Es ist also nicht nur ein symbolisches Zeichen, sondern eine wirkliche, geheimnisvolle Wandlung. Christus selbst ist wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig – mit Leib und Blut, Seele und Gottheit. Wer die Eucharistie empfängt, vereint sich mit Christus selbst, empfängt seine Gnade und wird gestärkt in der Gemeinschaft mit der Kirche. Der Katechismus sagt (KKK 1324–1327): „Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. In ihr ist das ganze geistliche Gut der Kirche enthalten, nämlich Christus selbst, unser Osterlamm.“


Wann und wie darf man kommunizieren?

Eine Übersicht zum Geleit

  • Wer nicht im Stand der Gnade ist, begeht durch den Kommunionempfang ein Sakrileg – eine Entweihung des heiligen Sakraments.
  • Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, soll zuerst beichten, um wieder in den Stand der Gnade zu kommen.
  • Wer sich keiner schweren Sünde bewusst ist, darf die Kommunion empfangen.
  • Wer also unwürdig das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.“ (1 Korinther 11,27–28)

Damit ein Christ würdig kommunizieren kann, gelten folgende Voraussetzungen

  • Nur wer katholisch getauft ist und sich zur Lehre der Kirche bekennt, darf die heilige Kommunion empfangen.

Im Stand der Gnade

  • Man darf sich keiner schweren Sünde bewusst sein. Wenn doch, ist vorher die Beichte notwendig.

Eucharistischer Glaube

  • Man muss glauben, dass Christus in der Eucharistie wahrhaft gegenwärtig ist – mit Leib und Blut, Seele und Gottheit.

Eucharistisches Fasten

  • Eine Stunde vor dem Empfang der Kommunion soll man nichts essen oder trinken (ausser Wasser oder Medizin).

Ehrfürchtige Haltung

  • Der Empfang soll in Sammlung, Dankbarkeit und Bewusstsein geschehen, dass man Christus selbst begegnet.

Darum gilt: 

Wer nicht katholisch ist, nicht im Stand der Gnade lebt oder den Glauben an die wirkliche Gegenwart Christi nicht teilt, soll nicht kommunizieren. Stattdessen soll er in stiller Andacht am Platz verweilen, beten und Christus im Herzen begegnen. Auch ohne den sakramentalen Empfang kann man geistig mit Christus verbunden sein – etwa durch ein geistiges Kommuniongebet oder ein stilles Gebet der Sehnsucht nach der Vereinigung mit ihm.